Quelle: GDJ /pixabay.com

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Nach erfolgreichem Absolvieren des Abiturs, eröffnet sich allen Schülern die Möglichkeit für ein Studium. Durch eine Vielzahl von Studiengängen, ist es nicht immer einfach den richtigen und passenden Studiengang zu finden. Um eine der vielen offenen Fragen zu klären, möchte ich unseren Lesern meinen eigenen Studiengang – Wirtschaftspsychologie – vorzustellen. Dabei werde ich allgemein das Studium beschreiben, gefolgt von den späteren Möglichkeiten des Wirtschaftspsychologen und anschließend ein kurzer Erfahrungsbericht über das gesamte Studium.

Wirtschaftspsychologie: Das Studium

Wie schon aus dem Namen „Wirtschaftspsychologie“ erahnen lässt, ist dies ein interdisziplinäres Studium. Es beschäftigt sich mit den Aspekten zweier Wissenschaftsbereiche. Hierbei werden wirtschaftliche Inhalte mit den Komponenten der Psychologie verbunden. So gesehen beschäftigen sich Wirtschaftspsychologen in allen wirtschaftlichen Bereichen und Vorgängen mit einer tieferen Ebene der Betrachtung. Die ersten Semester befassen sich meistens mit den Grundlagen der BWL und VWL sowie ersten Einblicken in das Finanzwesen und Management. Je weiter das Studium fortschreitet, desto mehr kommen die psychologischen Themen zum Vorschein, welche auf den ökonomischen Grundlagen aufbauen.

Haben Sie sich je gefragt, warum Sie von Apple fast keine Werbung im Fernsehen sehen, oder warum sie beim wöchentlichen Einkauf genau diese Musik hören?

All diese Faktoren, welche in ihrer Summe einen entscheidenden Einfluss auf uns Verbraucher haben, werden unter anderem von Wirtschaftspsychologen geprägt.

Wirtschaftspsychologie: Perspektiven

Das größte Kapital einer Organisation ist in der Regel nicht seine Produktion oder Materialien, sondern die Mitarbeiter, welche in ihr arbeiten. Motivierte Mitarbeiter arbeiten besser als demotivierte oder gestresste Angestellte. Daher liegt es im Interesse jeden Arbeitsgebers ein Umfeld zu erschaffen, in welchem die Mitarbeiter möglichst hoch motiviert sind. Dies Umzusetzen ist, wie viele von uns aus eigenen Erfahrungen kennen, keine leichte Aufgabe. Wirtschaftspsychologen können hierbei die entscheidenden Schritte einleiten, um eine Organisation auf solch einen Kurs zu bringen. Des Weiteren möchte ich kurz schildern, welche weiteren Einsatzgebiete dieses Studium noch bietet.

Durch die Zusammenführung zweier Wissenschaftsbereiche, vervielfachen sich die Einsatzgebiete in der Wirtschaftspsychologie. Angefangen bei den klassischen Bereichen des Human Ressource Management, welches sich mit den Mitarbeitern eines Unternehmens beschäftigt, bis hin zur selbständigen Beratung, liegen dem Studenten alle Möglichkeiten zu Füßen. Des Weiteren sind Wirtschaftspsychologen in den Bereichen des Marketing und der Marktforschung sehr gefragt sowie auch in der Werbung und Kommunikation.

Weitere Branchen und Einsatzgebiete:

  • Beratung & Coaching
  • Arbeitsgestaltung & Arbeitsorganisation
  • Personalberatungen
  • Medienunternehmen
  • Konsumentenverhalten

Allgemein gesprochen sind Wirtschaftspsychologen extrem vielfältig einsetzbar und fehlen in keiner erfolgreichen Organisation. Zudem besteht die Möglichkeit das Berufsfeld auf den internationalen Markt auszubreiten.

Wirtschaftspsychologie: Erfahrungsbericht

Seit dem Wintersemester 2014 studiere ich nun an der European Management School (EMS) in Mainz Wirtschaftspsychologie. Ursprünglich war es mein Ziel ein klassisches Psychologiestudium anzustreben. Jedoch schwand mein Interesse, sobald ich mich ausführlich mit dem Studiengang auseinandersetzte. Klassische Psychologie ist eng mit medizinischen Aspekten verbunden, für welche ich mich nicht begeistern konnte. Wirtschaftspsychologie hingegen beschäftigt sich mit unserer Ökonomie, welche durch die Psychologie in eine komplett neue Ebene der Betrachtung und des Verständnis übergeht. Mittlerweile bin ich bereits im vierten Semester und kann diesen Studiengang jedem empfehlen, welcher sich für die oben genannten Bereiche und Aspekte interessiert. Das Studium ist extrem vielfältig und bietet mir als Student eine wirklich große Perspektive für meine Zukunft. Auch wenn ich mich jetzt schon als ein begeisterter Anhänger des Consultings sehe, habe ich trotzdem die Möglichkeit jederzeit in andere Bereiche zu wechseln. Karrieretechnisch sind der Wirtschaftspsychologie so gut wie keine Grenzen gesetzt, ob als selbstständiger Berater für Unternehmen oder als Mitarbeiter der Weltmarktführer McKinsey und The Boston Consulting Group ist alles möglich. Allgemein gesprochen, kann ich jedem diesen Studiengang empfehlen, welcher sich nicht mit den Grenzen der sichtbaren Tatsachen zufrieden gibt, sondern unter die Oberfläche der Dinge schauen möchte.

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