Soziale Verantwortung wird für Unternehmen immer wichtiger. Zwar geht es noch immer darum Gewinne zu erzielen, aber nicht mehr um jeden Preis, sondern auf sozialverträgliche Weise. Daher suchen Unternehmen immer stärker nach Managern, die auch Expertise im sozialen und ökologischen Bereich haben.

Quelle: tookapic / pixabay.com

Quelle: tookapic / pixabay.com


„The social responsibility of business is to increase its profits!“ – Diese vermeintliche Weisheit von Management-Guru Milton Friedman ist Generationen von BWL-Studenten mit auf den Weg gegeben worden. Sie hat dafür gesorgt, dass soziales und ökologisches Engagement in den Chefetagen lange Zeit bestenfalls als „nice to have“ angesehen wurde. Solange nur tüchtig Geld verdient würde, sorge die „unsichtbare Hand“ des Marktes schon dafür, dass alle ihren gerechten Teil vom Kuchen abbekommen – vorausgesetzt natürlich, dass sie tüchtig beim Kuchenbacken helfen. Das ging solange gut, wie ausreichend Rohstoffe zu günstigen Preisen herangeschafft werden konnten und die mediale Vernetzung der Welt noch nicht soweit fortgeschritten war, dass Bilder eingestürzter Textilfabriken es in die Tagesschau und auch in sämtliche soziale Netzwerke schafften. Diese Zeiten sind vorbei.

Manager mit sozialer Verantwortung gesucht

Heute haben es Unternehmen nicht nur mit Shareholdern, sondern auch mit allerlei Stakeholdern zu tun. Mit Anspruchsgruppen, die Unternehmen eine soziale Verantwortung aufbürden, die über das Geldverdienen weit hinausgeht. Egal ob Konsumenten-, Umweltschutz- oder Menschenrechtsgruppen – sie alle haben heute ein Wörtchen mitzureden und sie alle können Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen – mit negativen oder positiven Folgen. Unternehmen haben das erkannt und suchen gut ausgebildete Mitarbeiter, die wissen, wie man mit dieser neuen Situation konstruktiv umgeht, ohne aus einem profitorientierten Unternehmen gleich eine Zweigstelle von Greenpeace zu machen. Genauso haben viele gut ausgebildete Arbeitnehmer heute den Anspruch, in einem Unternehmen zu arbeiten, das sich den Herausforderungen durch den Klimawandel aktiv stellt und die Ausbeutung von Arbeitern entlang der Lieferkette bekämpft.

Wettbewerbsvorteil durch soziale Verantwortung

Wie man aus der Not eine Tugend oder noch besser einen Business Case macht, vermitteln verschiedene Studiengänge, die sich mit Sustainability Management oder Corporate Social Responsibility beschäftigen. Vor allem Berufserfahrenen bieten diese Weiterbildungen die Möglichkeit, sich selbst und ihre Unternehmen fit für einen Markt zu machen, der immer häufiger soziale und ökologische Aspekte in den Mittelpunkt rückt. Dabei muss die Rentabilität nicht auf der Strecke bleiben. Startups wie die Kaffeehändler von Coffee Circle aus Berlin oder das Modelabel Armed Angels aus Köln zeigen, dass man sein Geschäftsmodel auf dem Dreieck „Planet-People-Profit“ aufbauen und damit am Markt erfolgreich sein kann. Als Vertreter der Sharing Economy, die das Teilen von Gütern anstelle deren Erwerb propagiert, fordern das Übernachtungsportal Airbnb und die Taxi-Alternative Uber nicht nur Hoteliers und Taxiunternehmen heraus, sondern rütteln auch an den Grundfesten des bestehenden Wettbewerbssystems. Etablierte Unternehmen werden früher oder später auf diese disruptiven Innovationen reagieren müssen. Und sie werden Leute mit der richtigen Ausbildung und frischen Ideen brauchen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*