Absoluter Kulturschock

Quelle: Sallimata Niasse

Nun ist es schon Halbzeit in Lima. 10 Wochen sind es nun her, seit dem ich im August gelandet bin. 10 weitere folgen. Anfangs schien die Zeit nicht zu vergehen, doch jetzt fliegt sie. Und ja, ich zähle die Tage, Wochen bis ich wieder Zu Hause bin, doch will mehr von der Stadt und den Menschen kennenlernen.

Kulturschock

Als ich ankam war Lima der totale Kulturschock. Laut, dreckig, enge Busfahrten mit schriller Musik und Bauchweh wegen nicht Vertragens des Essens. Aber nach wenigen Tagen war die Wohnung so umgestellt, dass ich mich wohl fühlte, ein paar Duftkerzen gebrannt und gründlich durch geputzt. Nun kam auch schon der erste Tag an der USIL auf mich zu. Ein Weg von 15 min von meiner Wohnung in La Molina. By the way, nur zu empfehlen, da viele es vor zogen nach Miraflores zu ziehen, aber jeden Morgen über eine Stunde in die Uni brauchen. Vorlesung beginnen nämlich netterweise meistens um 7.

Der erste Blick auf die Uni war mir schon von Google Street View bekannt und ich war beruhigt, das alles noch gleich aussah. Zwei moderne Campus, mit allem was das deutsche Herz begehrt. Ein Info-Center, Copy Shop, Bistro und ein Plan wo diese auf den Campus liegen. Begrüßt wurden wir mit einem traditionell Peruanischen Tanz von Studenten der Universität und einer netten Rede.

Begrüßungstanz

Begrüßungstanz, Quelle: Sallimata Niasse

Dann stellten sich die USIL Ambassadors vor. Jeder Internationale Student an der USIL wird einem Peruanischen Student zugeteilt, der einem dann bei allem was auf Ihn zu kommt unterstützen soll. Mein Ambassador Andrea, ein wahrer Engel. Ungefähr zwei Wochen vor meiner Ankunft in Peru bekam ich eine E-Mail von ihr, mit dem Betreff: „Hey I’m your new friend Andrea“. Und das ist sie nun wirklich. Sie holte mich vom Flughafen ab, obwohl ich um Mitternacht landete. Sie half mir bei den ersten Einkäufen, zeigte mir wie man mit den Taxi-Fahrern handelt und überhaupt, welche Taxis denn sicher sind. Diese Art von Hilfe hatte ich nicht erwartet. Überhaupt erlebe ich hier Große Gastfreundlichkeit. Meine Vermieterin klopft manchmal und bringt Ihr selbstgemachtes Erdbeereis und wir halten Small-talk.

Blick von meinem Zimmer

Blick von meinem Zimmer, Quelle: Sallimata Niasse

Die erste Vorlesung

Die erste Vorlesung werde ich wohl nie vergessen. Introduction to Gastronomy. Die Dozentin, eine junge Spanierin. Sie stellte sich vor, dann schließlich erst einmal die Definition von Gastronomie. Plötzlich fielen Wörter wie „Stomatsch“ =Stomach, „yuwsually“=usually, wo alle Studenten sich angrinsten. Auch wenn Ihre Aussprache nicht die beste ist, ist die Vorlesung ganz okay. Meine anderen Kurse, Customer Service, Tourism Marketing und Food and Drink Marketing gefallen zudem auch ganz gut.

Erster Blick auf die Uni

Erster Blick auf die Uni, Quelle: Sallimata Niasse

Social Life

Schnell lernte ich nette Leute kennen, mit dem dann auch immer was am Wochenende unternommen wird. Barranco, Miraflores, Surco, so viele verschieden Bars und Clubs in den Stadtteilen Limas, in denen man wieder Menschen von der ganzen Welt trifft. Hin geht es mit dem Taxi, was für eine Stunde Fahrt schlappe 8 Euro kostet und dann noch zwischen allen aufgeteilt wird.

Im September begann die Mistura. Die Mistura ist ein Food-Festival das direkt an der Küste von Miraflores jährlich stattfindet, an dem man alle mögliche Spezialitäten der Peruanischen Küche probieren konnte. Da ich immer wieder gefragt wurde, wie ich denn die Peruanische Küche finde, beschloss ich von allem etwas zu probieren. Das Ganze mit einer Eintrittskarte für 6 Euro und jedem Gericht zum Preis von ca. 2 Euro. Letztendlich aß ich gegrillte Ziege, Schwein, Hähnchen in verschiedenster Zubereitungsart und sogar einen Bissen von einer Spezialität genannt Anticuchos= gebratene Rinderherzen. Muss ich nicht unbedingt noch einmal essen, aber ich bin froh, dass ich es probiert habe. Schmeckte eigentlich wie Steak. Die anderen Spezialitäten wie Lomo Saltado= Reis mit Rind in einer Art Rahmsoße schmeckten mir sehr gut und ich kann nun sagen, dass mir die Peruanische Küche schmeckt.

Ausblick- Miraflores Kueste

Ausblick- Miraflores Kueste, Quelle: Sallimata Niasse

Allgemein kann man sagen, das Lima wirklich günstig ist. Jedes Mal wenn ich etwas kaufe, teile ich durch 3,6 und denke mir, wie gut der Euro zum Peruanischen Nuevo Sol steht und vergleiche, wie viel mich so etwas in Deutschland gekostet hätte was einem den Tag jedes Mal versüßt.

Zwischen-Fazit

Lima ist bis jetzt eine Erfahrung, die ich nicht missen wollte und die mich dazu bringt erwachsener zu werden. Ich weiß, dass ich hier Freunde gefunden habe, die ich im Leben wieder sehen werde und das die Universität mich in dem was ich lernen möchte weiter bringen wird.

Zur Person:Sallimata Niasse studiert an der European Management School in Mainz International Culture and Management mit der Spezialisierung auf Tourism, Event and Hospitality. Sie absolviert Ihr Auslandssemester in Peru.

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