Ein Studium ist ganz schön teuer. Vor allem dann, wenn Studenten von zu Hause ausziehen, Mengen an Geld für Bücher und weitere Lehrmaterialien anfallen und die ein oder andere Studi-Party demnächst wieder ansteht. Wir informieren Sie über Tipps und Tricks, wie Studenten ihr Geld vom Finanzamt zurückbekommen können.

Quelle: WerbeFabrik / pixabay.com

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In den Vorlesungen anwesend sein, Hausarbeiten und Präsentationen ausarbeiten und dazu nebenbei noch arbeiten gehen – als Student hat man alle Hände voll zu tun. Weshalb sich also noch an der Steuererklärung aufhalten? Weil es lohnenswert ist! In dem folgenden Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie die Kosten für Ihr Studium absetzen.

Zuallererst: Müssen Studenten eine Steuererklärung abgeben?

Im Wesentlichen sind Sie als Student nicht verpflichtet, eine Steuererklärung zu machen.
Es sei denn, Sie arbeiten ,,selbständig’’, sprich auf Rechnung und haben im vergangenen Jahr zu versteuernde Einnahmen über dem Grundfreibetrag von 8.354 Euro gehabt. In diesem Fall verlangt das Finanzamt eine Steuererklärung von Ihnen, da Sie möglicherweise zu wenig Steuern gezahlt haben und deshalb nachzahlen müssen. Sind Sie derzeit als studentische Hilfskraft angestellt, müssen Sie keine Steuererklärung abgeben. Gleiches gilt, wenn Sie beispielsweise in Ihren Semesterferien tätig waren. Üben Sie einen Minijob aus, also auf 450-Euro-Basis, sind Sie von der Lohnsteuer befreit und müssen ebenfalls keine Steuererklärung einreichen.

Was Studenten von der Steuer absetzen können

Als Student zahlen Sie jedes Semester Studiengebühren Diese, und weitere Ausgaben, die in Beziehung mit Ihrem Studium stehen, können in der Steuererklärung angegeben werden. Dazu zählen Fahrtkosten zur Universität oder Fachhochschule, Lehrbücher und weitere Sachen, die Sie für das Studium benötigen. Ausgaben für ,,Arbeitsmittel’’ wie beispielsweise Fachliteratur, einen Computer, Büromaterial oder einen Schreibtisch gehören auch dazu. Steht während des Studiums ein Pflichtpraktikum an, können Sie alle dafür angefallenen Aufwendungen, zum Beispiel Anfahrtskosten zur Praktikumsstelle, absetzen. Ist die Teilnahme an Exkursionen oder Studienreisen verpflichtend, dürfen Sie die Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten geltend machen. Kosten für Sprachkurse oder Nachhilfestunden werden auch anerkannt, wenn diese für das Studium erforderlich sind.

Sonderausgaben oder Werbungskosten?

Ausbildungskosten sind Aufwendungen für die erste berufliche Ausbildung, beziehungsweise für das Erststudium. Diese Kosten können Sie als Sonderausgaben bis zu einem Höchstbetrag von 6.000 Euro ansetzen. Sonderausgaben können nur im Jahr der Zahlung angesetzt werden. Werbungskosten oder Fortbildungskosten, sind Kosten für Bildungsmaßnahmen, die nach der ersten beruflichen Ausbildung oder dem Erststudium anfallen. Werbungskosten können in der Regel komplett abgesetzt werden,   unter der Voraussetzung, dass nach der Fortbildung Einkünfte erzielt werden.

Lohnt sich eine Steuererklärung?

Definitiv! Studenten, die nebenbei arbeiten gehen, erhalten grundsätzlich eine Erstattung Ihrer Steuern . Wie bereits schon erwähnt, gilt dies aber nicht für Studenten, die in einem Minijob tätig sind, da dieser von dem Arbeitgeber versteuert wird. Dementsprechend gilt: Wer keine Steuererklärung macht, verschenkt sein Geld. Auch wenn es sehr zeitaufwendig sein mag, sollten Sie sich trotzdem darum bemühen, Ihre Kassenbelege, Überweisungsbelege und Kontoauszüge ordentlich aufzubewahren. Wer diesen Aufwand in Anspruch nimmt, wird zum Ende der jährlichen Einreichungsfrist am 31. Mai seine Steuererklärung beim Finanzamt abgeben können.

Dieser Artikel hat 4 Kommenatre

  1. Sehr geehrte Frau Credico,

    meine Name ist Sönke Busch und ich bin erster Vorsitzender des Vereins Forum für Lehrerausbildung Johannes Gutenberg-Universität-Mainz e.V. .
    Zu unseren Zielen gehört die bessere Ausbildung und Vorbereitung angehender Lehrkräfte.
    Wir bieten zu verschiedenen Bereichen Workshops an (Stimmbildung, Rhetorik, Integration). zur zeit sind wir auf der Suche nach einem Kooperationspartner zum Thema Steuern. Viele Studenten erstellen keine Steuererklärung obwohl es ihnen später einen großen finanziellen Vorteil bringt.
    Ich würde gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen, wenn Sie Interesse und die Möglichkeit sehen so einen Workshop zusammen mit uns anbieten zu können.
    Oder aber jemanden kennen mit dem wir so einen Workshop durchführen können.
    Viele Grüße
    Sönke Busch
    1. Vorsitzender

    • Sehr geehrter Herr Busch,

      vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Mainzer Manager. Allerdings ist es uns zur Zeit nicht möglich eine solche Kooperation einzugehen. Leider haben wir auch keine Kontakte zu anderen, die einen solchen Workshop leiten könnten.

      Viele Grüße,
      Kim Heinz

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich recherchiere seit geraumer Zeit, finde aber keine passende Erklärung für meine Situation. Ich bin Student und befinde mich gerade im Pflichtpraktikum. Da ich mich weiterbilden möchte (praktikumsbezogen) und meinem Arbeitgeber die Übernahme der Kosten schmackhaft machen möchte, frage ich mich, wie mein Pflichtpraktikum einzuordnen ist. Handelt es sich um eine Berufsausbildung oder um eine Zweitausbildung? Ich studiere zum ersten Mal, habe aber schon eine abgeschlossene Berufsausbildung, welche aber nichts mit dem Studium gemein hat. Sind die Fortbildungskosten überhaupt welche, da ich Praktikant und nicht Arbeitnehmer bin? Oder könnte mich mein Chef im Zuge der 35€-Regelung wenigstens in dieser Höhe unterstützen oder gilt dies nicht für Praktikanten? Ich hoffe Sie können mir einen Hinweis geben. Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe.

    Mit besten Grüßen
    Christoph Nitz

    • Hallo Christoph,

      leider können wir Dir nicht bei genauen Steuerfragen weiterhelfen, falls diese nicht mit dem Artikel beantwortet wurde. Vielleicht kannst Du mit Hilfe von Google Deine Steuerfragen beantworten, oder im Notfall einen Steuerberater fragen.

      Viele Grüße,
      Kim

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