Die Freshers Week (zu Deutsch: Die Woche der Neuzugänge), ist aus amerikanischen Filmen bekannt. Aufnahmerituale, Skandale, Party‘s und jede Menge Alkohol. Doch wie ist die Freshers Week in Schottland wirklich? Ich berichte euch hier von meiner Erfahrung als Studentin an der Robert Gordon University in Aberdeen.

Quelle: fotshot/ pixabay.de

Quelle: fotshot/ pixabay.de

Als drittgrößte Stadt hat Aberdeen zwei Universitäten, mehrere Galerien, eine Vielzahl an Museen, eine 1,3 km lange Einkaufsstraße, mehrere duzend Pubs und Clubs sowie einen Strand inklusive Vergnügungspark.

 

Die Robert Gordon Universität hat einen Meet & Greet Service, welcher mich vom Flughafen abgeholt hat und direkt in meine Studentenunterkunft gebracht hat. Das hat mir den Einstieg in meine neue Heimat wesentlich erleichtert. Weiterhin wurde mir eine Mappe mit allen wichtigen Details übergeben. Das Paket enthielt:

  • Ein Willkommensschreiben von der RGU
  • eine SIM-Karte, mit Startguthaben für den ersten Anruf
  • eine Stadtkarte
  • Kaffeepulver
  • Teebeutel

Montag

Nach der Einführungs- und Vorstellungsrunde wurden alle Austauschstudenten zum Lunch eingeladen. Anschließend ging es zum IT-Einführungskurs (Wie logge ich mich ein, wo finde ich meine Stundenpläne, wie drucke ich meine Unterlagen aus, wie komme ich zu meinen Unterlagen). Abends dann „Meet and Greet“ mit der Studentenvereinigung im Pub.

Dienstag

FREI!! Der Tag kann genutzt werden um die Gegend zu erkunden, Einkäufe zu tätigen, die Bibliothek anzuschauen, sich in der Universität umzusehen oder einfach um anzukommen.

Mittwoch

Der erste Vorlesungstag. Der Vorlesungssaal reicht für knapp 400 Studenten und ist, bis auf zwei Reihen, komplett besetzt. Der Dozent spricht über ein Mikrofon und erklärt, mit Hilfe einer nahezu kinoartigen Leinwand, die Synergieeffekte von einem gut durchdachten Supply Chain Management.

Nach der Vorlesung geht’s zum Lunch in eines der älteren Gebäude. Ebenfalls von der Universität organisiert, dieses Mal allerdings nur für Erasmus-Studenten.

Ein Studenten Komitee erklärt, warum es sinnvoll ist sich bei ESN (Erasmus Student Network) einzuschreiben und welche Vorteile die Mitgliedschaft bringt.

Es gibt die ESN-Karte, welche Vergünstigungen in Museen, Clubs, Restaurants und Pubs mit sich bringt. Ebenfalls wird von der Vereinigung einiges an Aktivitäten geboten wie beispielsweise Bowling, Pub-Crawls, Ausflüge innerhalb und außerhalb von Schottland.

Donnerstag

Tag der Society Fayre (engl.: Fair, dt.: Messe). Es gibt an der Robert Gordon Universität knapp 50 Societies, also Studentenvereinigungen. Eine Vielzahl ist akademischer Natur, jedoch sind auch einige Spaß-Vereinigungen zu notieren wie beispielsweiße „Dumbledore’s Army (Harry Potter)“.

Abends geht es zum Icebreaker, organisiert von der ESN-Gruppe. Die Location ist bemerkenswert: eine alte Kirche, die zu einem von Graf Dracula beherrschten Pub umgebaut wurde. Alte, schwere Holzstühle, an den Wänden sind blutverschmierte Gemälde und die Decke ist mit dunklem Holz verkleidet. Definitiv ein Erlebnis für alle Unerschrockenen!

Freitag

Die Universität hat Studenten aus über 120 Ländern. Aktuell schreibt die Universität, dass 1.000 Studenten von insgesamt 13.000 Studenten einen internationalen Background haben (außerhalb der EU). 17% aus Asien, 4% aus Afrika und 3% aus Nordamerika. Meine Woche endete mit einem internationalen Erlebnis: „The Erasmus Games“, ein Wettbewerb unterschiedlicher Nationen aufgeteilt in zwei Teams. Rot gegen Blau – in unterschiedlichen Disziplinen wie beispielsweise Tic Tac Toe.

Meine Freshers Week war ruhig, da es eher die Refreshers Week war (die Woche der Rückkehr). Jedoch hilft die Woche in jeder Hinsicht, sich in der neuen Umgebung zu orientieren und Kontakte zu schließen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*