Quelle: Florian Pösse

Quelle: Florian Pösse

Zusätzlich eingesetzte Busse und Züge und ein extra Gelände mit einer Halle für 5000 Studenten. Die Fahrt zu meiner ersten Klausur hat sich eher angefühlt wie die Fahrt zu einem Konzert oder einem anderen Großevent. Natürlich bis auf die Tatsache, dass bei den meisten Menschen keine Vorfreude zu erkennen war, sondern Schweißperlen auf der Stirn standen. Spätestens bei dem ganzen Rabatz drumherum wurde man dann doch etwas nervös, auch wenn man sich vorher eigentlich ganz gut gefühlt hatte. Aber als ein Student der EMS und Klausuren mit maximal 25 anderen Studenten in einem Raum ist das natürlich eine komplett neue Erfahrung. Dementsprechend war die Atmosphäre in der Halle sehr unangenehm. Es war sehr schwer sich zu konzentrieren bei einer derart lauten Geräuschkulisse und über die stickige Luft muss man glaube ich keine weiteren Wörter verlieren. Auch die Kontrollen waren übertrieben streng am Eingang, so musste ich nicht nur meine Uhr ausziehen und unter den Tisch auf den Boden legen, sondern beim Eintritt sogar das Etikett von meiner Wasserflasche entfernen. Bei 5000 Tischnummern kann es außerdem auch mal 1-2 Minuten dauern bis man dann seinen Platz gefunden hat. Die eigene Nummer konnte ich ein paar Tage zuvor in meinem Internetportal checken. Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass dieser ganze Ablauf auch eine unheimlich interessante Erfahrung für mich war, vor allem da ich wie bereits erwähnt als EMS-Student das krasse Gegenteil gewohnt bin was das Umfeld und die Räumlichkeiten betrifft.

Quelle: Florian Pösse

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Die Klausuren an sich waren sehr fair gestellt von den Dozenten. In der letzten Vorlesung wurde der gesamte Stoff noch einmal zusammengefasst und priorisiert, so dass ich mich sehr gut vorbereiten konnte. Der Lernumfang für eine Klausur war im Vergleich zur EMS deutlich höher, jedoch sind in Australien auch nur 4 statt den 8 Kursen an der EMS pro Semester zu absolvieren und die einzelnen Kurse bekommen dort auch eine höhere Anzahl an Creditpoints. Als sehr angenehm empfand ich den australischen Kalender des Semesters, so hatte ich nach der Vorlesungsphase noch mal eine komplette Woche Zeit um zu lernen, bevor dann anschließend die dreiwöchige Klausurphase begann. Da ich mir im Anschluss an die Klausuren sehr sicher war alle Kurse bestanden zu haben, wartete ich nicht mehr in Melbourne auf die Ergebnisse, wo ich eine Wiederholungsklausur hätte antreten müssen, sondern machte mich gleich auf den Weg nach Sydney und begann mit meiner Reise quer durch Australien und Neuseeland. Bevor es jedoch ans Reisen ging, standen bereits die ersten Verabschiedungen an. In den letzten Wochen und Monaten hatte ich mich doch vor allem mit den anderen internationalen Studenten richtig gut angefreundet und viel Zeit verbracht. So weiß ich zu schätzen, dass ich durch das Auslandssemester nicht nur tolle Freunde in Australien gewinnen konnte, sondern auch tolle Freundschaften zu Studenten aus Mexiko, der Schweiz, Norwegen, Thailand, Saudi-Arabien, der USA, Singapour, Neuseeland oder Chile entstanden sind.

Florian PösseZur Person: Florian Pösse studiert an der European Management School in Mainz International Business. Er absolviert ein Auslandssemester in Australien und berichtet uns von seinen Eindrücken und Erfahrungen.

 

 

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