Quelle: Kim Heinz; Shanghai Skyline

Quelle: Kim Heinz; Shanghai Skyline

Shanghai hat mich absolut überrascht. Ich hatte bisher die Möglichkeit, viele einzigartige Großstädte zu besuchen, allerdings muss ich sagen, dass Shanghai definitiv ganz schnell unter meinen Top 5 gelandet ist. Ich war vergangenes Wochenende für einen Kurztrip dort und habe mich in den Flair dieser atemberaubenden Stadt sofort verliebt. Ich bin von Seoul aus am Freitag morgen hingeflogen und Dienstag morgen wieder zurück. Das einzige, was an dieser Reise nicht so einfach war, war die Visumbeschaffung vor der Abreise, aber auch das hat am Ende alles geklappt.

Tag 1

Am Tag meiner Ankunft habe ich nicht sehr viel gemacht. Ich wurde von meinen tollen Gastgebern sehr herzlich mit deutschem Kaffee und Kuchen empfangen. Dies habe ich nach meinem inzwischen fast dreimonatigem Aufenthalt natürlich sehr genossen, denn ein bisschen Heimweh habe ich schon. Nach super leckerem Marmorkuchen ging es dann schon das erste Mal in Richtung Innenstadt. Dort sind wir am Abend am Bund entlang gelaufen, von dem man die beste Aussicht auf die unglaublich tolle Skyline Shanghais hat. Die Skyline ist in dieser Stadt ganz besonders, denn jedes Gebäude ist einzigartig und in seiner Form und Struktur etwas ganz besonderes. Dadurch wirkt die Skyline meiner Meinung nach auch ganz anders, als beispielsweise die Skyline von New York, bei der alle Gebäude doch sehr gradlinig gebaut sind. Außerdem sind die Gebäude bei Nacht unglaublich schön beleuchtet. Diese Belichtung spiegelt sich natürlich auch im Huangpu River wieder. Zudem hatte ich somit nicht nur die Gelegenheit die tolle Skyline zu beobachten, sondern auch den Kontrast auf der gegenüberliegenden Seite mit den kleineren, älteren Gebäuden genauer anzusehen. Ich würde absolut empfehlen zwei Mal an den Bund zu fahren, oder dort etwas länger zu verweilen, um den Bund bei Tag und Nacht zu sehen. Dadurch gewinnt man von dem absoluten Hot-Spot Shanghais nämlich ganz unterschiedliche Eindrücke.

Nach diesem ersten Wow-Faktor ging es dann noch zum Abendessen in ein super tolles Restaurant namens „Lost Heaven“, welches mit einer super Atmosphäre und ganz tollem Essen bedient.

Tag 2

Den ersten vollen Tag meiner Reise startete ich mit einem vollen Überblick auf ganz Shanghai. Momentan ist dies noch ein kleiner Geheimtipp, aber man sollte unbedingt auf die Aussichtsplattform des Shanghai Towers, denn dieser wurde erst vor kurzem eröffnet und dort ist nicht sehr viel los. Außerdem ragt dieser „Mega Tower“ über alle anderen Gebäude der Stadt und ermöglicht einem deshalb einen unglaublichen Ausblick über diese vielseitige Stadt.

Quelle: Kim Heinz; Traditionalles Teehaus

Quelle: Kim Heinz; Traditionalles Teehaus


Nach diesem tollen Überblick sind wir weitergezogen und haben uns den berühmten Yu Garden angesehen. Durch dieses überdimensionale Grundstück bekommt man einen hervorragenden Einblick darauf wie das Leben früher als Staatsbeamter war. Das Grundstück umfasst sehr viele einzelne Gebäude, die alle für unterschiedliche Aktivitäten und Familienmitglieder erbaut wurden. Das beeindruckende an diesem Grundstück ist das Zusammenspiel von Gartenkunst, Steinkunst und der alten chinesischen Architektur. Man merkt, dass hier sehr viel Liebe zum Detail eingesetzt wurde. Es lohnt sich nicht nur den Yu Garden anzusehen, sondern auch durch die alten Gassen um das gesamte Viertel zu schlendern, um einen super Einblick in die noch traditionellen Straßen Chinas zu bekommen.
Quelle: Kim heinz; Yu Garden

Quelle: Kim heinz; Yu Garden


Abends ging es dann für mich mal auf die Piste und ich habe einen super Abend in einem ganz tollen Club verbracht. M1NT ist ein super exklusiver Club in Shanghai, allerdings nur zu empfehlen. Die Musik ist klasse und der mit Haifischbecken geschmückte Club in einem sehr hohen Gebäude gibt den perfekten Ausblick auf die Skyline Shanghais. Allerdings ist es nicht ganz so einfach reinzukommen. Am Besten wendet man sich an einen Promoter, der einem Zutritt verschaffen kann.
Quelle: Kim Heinz

Quelle: Kim Heinz

Tag 3

Heute war ich viele Stunden auf einem Markt am Science and Technology Museum in Pudung. Dort gibt es alles von Kleidung, über Schmuck, zu Kosmetik und Elektronik. Natürlich gibt es auch einen Haufen gefälschte Markenware. Allerdings kann ich solche Märkte für Mitbringsel empfehlen, denn es gibt dort wirklich alles. Aufpassen, denn hier ist feilschen angesagt! Abends waren wir noch am berühmten Pearl Tower. Dies ist der berühmte Turm in Shanghai mit den drei großen Kugeln. Er ist Nachts in einer Kombi aus Blau und Pink beleuchtet und von dort aus kann man ideal an die Wasserfront laufen, um einen direkten Ausblick auf den Bund zu erlangen.

Quelle: Kim Heinz; Gassen Shanghais

Quelle: Kim Heinz; Gassen Shanghais

Tag 4

Mein letzter Tag in Shanghai startete mit einem Besuch an die Taikang Road. Dieses Viertel, bestehend aus lauter kleinen Gassen und Straßen, war früher ein kleines Fabriken-Distrikt. Inzwischen findet man dort in den unglaublich charmanten Pflasterschein Gassen kleine Restaurants, Bars und einige trendige Galerien und Shops. Ich muss gestehen, dass dieser Tag mich sehr stark an Europa erinnert hat, denn anschließend besuchten wir auch noch das Xintiandi-Viertel. Hier bemerkte ich den Einfluss Frankreichs ganz stark, denn als ich hier an den Backsteinhäusern mit großen Bögen vorbeigelaufen bin, habe ich zwischenzeitlich durchaus gedacht ich wäre in Frankreich. Auch hier sind unglaublich schöne Café’s und Restaurants.

Quelle: Kim Heinz; Gassen Shanghais

Quelle: Kim Heinz; Gassen Shanghais


Um mich von der Stadt zu verabschieden, sind wir nochmal bei Tageslicht an den Bund gefahren und haben die Nachmittagssonne unheimlich gut erwischt. Dies ist Tagsüber die beste Zeit, um den Bund anzusehen, denn man sieht, wie die Sonne sich am Fluss und den Gebäuden spiegelt, welches ein super Ambiente bietet.

Zum Abschluss ging es dann in ein traditionell chinesisches Restaurant. Dort gab es alles Mögliche, von Tofu, zu Rippchen, aber auch einen Haufen Gemüse. Die chinesische, genauso wie die koreanische Esskultur ist eine Sache, die ich definitiv vermissen werde, wenn ich wieder in Deutschland bin. Das gemeinsame Abendessen hat hier eine ganz andere Bedeutung, denn es werden mehrere Speisen bestellt und diese werden auf dem gesamten Tisch ausgebreitet und geteilt. Es ermöglicht viel mehr Kommunikation und ein verbundeneres Beisammensein. Einziger Unterschied in der Hinsicht zwischen Korea und China ist, dass man in Korea meistens sein Essen selbst zubereiten muss. Beispielsweise muss man beim Korean Barbecue sein Fleisch noch grillen. Dies schweißt noch mehr zusammen und motiviert die Essenden dazu auch miteinander zu reden und nicht nur am Smartphone das Abendessen zu verbringen.

Quelle: Kim Heinz; Gassen Shanghais

Quelle: Kim Heinz; Gassen Shanghais

Tag 5

Ab nach Seoul! Jedoch wird es sicherlich nicht mein letztes Mal in Shanghai gewesen sein!

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