Quelle: Katharina Blanckart

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Ein Highlight des Studiums eines internationalen Bachelors an der EMS, ist für jeden Student das Pflichtauslandssemester, welches fest in den Curriculum integriert ist. Als Studentin des Studiengangs “International Culture and Management” stand auch für mich nach dem 4. Semester und dem Pflichtpraktikum im Sommer endlich mein Auslandssemester an, welches ich an der Gold Coast in Australien verbringen durfte.

Studying at the Gold Coast

Quelle: Katharina Blanckart

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Als endlich feststand, dass ich mein Auslandssemester an der wunderschönen Gold Coast Australiens verbringen würde, bekam ich viele Kommentare wie “Also machst du ein halbes Jahr Urlaub am Strand” oder “Studieren wirst du da nicht viel, die Unis dort sind viel lockerer und einfacher”. Nun ja, hoch motiviert ein eher entspannteres Semester vor mir zu haben kam ich an die Griffith University, und nach einem Semester dort muss ich euch leider die Illusion nehmen: Wer glaubt ein Semester Pause von Präsentationen und Hausarbeiten zu haben, wird ganz schnell in die Realität zurückgeholt, da auch in Australien viel Fleiß und gute Leistung gefragt wird. Als EMS Studi belegt man 4 Kurse – mind. 2 davon sind Business courses und max. 2 sind Electives – jeder Kurs hat eine zweistündige Vorlesung pro Woche und einen einstündigen Workshop, welcher aus kleineren Gruppen besteht. Ich persönlich hatte ein paar Startschwierigkeiten und musste meine Kurse vor Ort erneut umwählen, da manches sich überschnitten hatte. Meine finalen Kurse waren:
• Recruitment and Selection
• Organisational Behaviour
• Introduction to Forensic Psychology
• Psychology of Crime
Prüfungsleistungen variieren je nach Kurs, das Spektrum ist breiter als wir es von der EMS kennen: Hausarbeiten, Präsentationen, Klausuren am Ende des Semesters, aber auch Mid-semester Quizzes, Online Quizzes oder auch mal eine Umfrage ausfüllen. Gruppenarbeiten waren keine Seltenheit, jedoch muss ich sagen, dass einem als „International“ viel Locals und auch die Dozenten / Tutoren immer bei Unklarheiten zur Seite stehen. Der Griffith Campus ist riesig und bietet dem Studentenherz so ziemlich alles was es begehrt; eine große Bibliothek mit 24/7 Bereich, ein Food Court für verschiedene Vorlieben (Burger, Sushi, Sandwiches, Burritos etc…), ein Fitness Studio, kleinere Läden wie Post Office, STA Travel Office, Uni Store für Schreibwaren (sogar einen Friseur) und nicht zuletzt die eigene Uni Bar in der gerne nach den Vorlesungen etwas relaxed wird. Zudem organisiert der Student Guild über das ganze Semester verschiedene Events, wie Mottoparties, Market Days oder Kaffee und Muffin Unterstützung während der Klausurphase. Langeweile kommt bei Griffith trotz Hausarbeiten und Vorlesungen also nie auf.

Quelle: Katharina Blanckart

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Exploring Gold Coast – Small town life with big city charm

Gold Coast ist zwar an sich als eigene Stadt eingetragen, jedoch kann man es mehr als eine lang gezogene Küstenregion gesehen werden, die sich auch vielen kleineren charmanten Küstenorten zusammensetzt. Jedoch sollte man diese auf keinen Fall als langweilig oder provinziell abstempeln, denn dem Studentenleben fehlt es an nichts. Von unzähligen Restaurants und Cafés zu Outletcentern und Shops, bis hin zum breiten Spektrum an Bars und Clubs. Die Infrastruktur ist durch die Tram gut ausgebaut, sodass man in kurzer Zeit rasch von der Uni ins Partyleben von Surfers Paradise oder zum Sonnen an den Strand in Mainbeach kommt. Generell bietet Australiens berüchtigte Partyküste viel mehr als wilde Clubnächte. Sonnenanbeter kommen hier voll auf ihre Kosten, besonders zu erwähnen sind die Strände in Surfers (direkte Anbindung an Shops, Cafés etc.), Main Beach (etwas ruhiger abseits der Touristen) und Burleigh Heads (mit seinem weißen Sand). Naturliebhaber sollten unbedingt National Parks wie Springbrook, Lamington oder sich am Aufstieg des Mount Warning versuchen, wo man als Erster den Sonnenaufgang auf dem Kontinent sieht. Wer mehr Lust auf etwas Action hat, der sollte ich das Ticket Paket der Village Roadshow Themeparks holen, denn Sea World, Movie World und Wet’n’Wild sind alle bequem per Bus und Tram erreichbar und ein Besuch lohnt sich definitiv. Wer mehr auf City Sightseeing steht kann einfach den Zug nehmen und nach Brisbane fahren. An sich kann an dieser Stelle gesagt werden, dass Inlandsflüge nicht allzu teuer sind (TigerAir oder Jetstar) und auch somit einem Wochenendtrip nach Melbourne, Sydney oder Adelaide nicht viel entgegensteht.

Quelle: Katharina Blanckart

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Das Semester in Australien war für mich eine einzigartige Zeit gewesen, die mich um viele Erfahrungen bereichert hat. Man lernt andere Studenten von überall auf der Welt kennen und hierbei sollte man auch noch mal auf die Offenheit und Hilfsbereitschaft der Australier hinweisen, die jedem gerne ihren schönen Kontinent näher bringen und helfen wo sie können. Wer also die vergleichsweise längere Anreise in Kauf nimmt und sich auf den roten Kontinent und seine Bewohner einlässt wird dort eine unvergessliche Zeit erleben.
Abschließend möchte ich Euch hier noch ein paar „Insidertipps“ verraten, die Euch bei der Planung eures Auslandssemester in Australien nützlich sein können

  • Wohnungssuche – Internetseiten wie flatmates.com.au und gumtree.com.au sind sehr hilfreich, erstellt ein Profil und man findet Euch von alleine. Sucht Ihr etwas für einen kürzeren Zeitraum und seid nicht so der Hosteltyp? Dann schaut mal auf Airbnb.com mal nach.
  • Griffith Uni Student Village – Für alle die an die Griffith Uni gehen: Denkt darüber nach ins Village zu ziehen, besonders wenn Ihr gerne unter euresgleichen seid und viele coole Leute von überall auf der Welt kennen lernen möchtet. Die Miete ist zwar etwas teurer, allerdings seid ihr in 10 Minuten zu Fuß am Campus und an der Tram Station. Zudem gibt es viele Social Events, wie etwa free dinner und trivia nights – es ist also immer etwas los
  • Let’s go on a roadtrip – Wollt Ihr während Eures Auslandsemesters einen Roadtrip machen oder mal mit dem Auto in einen Nationalpark fahren? Wenn ja, empfehle ich Euch den deutschen Führerschein am besten noch hier umschreiben zu lassen. Das ist kein großer Aufwand und kostet nur eine Kleinigkeit, in Australien hingegen gibt es nur wenige Verwaltungsstellen in den größeren Städten die das tun.
  • Check the climate and temperatures – Kurztrips wie nach Melbourne, Cairns oder zum Ayers Rock sollten gut geplant sein. Wichtig dabei ist sich vorher über die Temperaturen zu verschiedenen Monaten zu informieren. Im australischen Winter ist es beispielsweise. in Melbourne sehr kalt und im Outback gibt es nachts Minusgrade, im Hochsommer hingegen ist es tagsüber gerne mal 40°C. Wer Lust hast die East Coast zu erkunden sollte wissen, dass dort von November bis März „Stinger Season“ ist und viele Strände von Quallen bevölkert sind.

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Zur Person:
Katharina Blanckart studiert an der European Management School in Mainz International Tourism Management und absolvierte ihr Auslandssemester in Australien.

 

 

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