Alumnus

Yannick Lahmann studierte nach dem Abitur Aviation Management an der School of Business and Management Bad Honnef. Nach Reisen durch Südostasien und Brasilien begann er im Herbst 2014 sein International-Business Studium an der EMS. Während seines Studiums arbeitete er bereits als Werkstudent bei Liefery, einem im Jahr 2014 gegründeten Start-Up für Same-Day Delivery. Dort startet er auch direkt im Anschluss an das Studium seine berufliche Karriere als Business Development Manager.

Heute erzählt EMS Alumnus Yannick über seine Arbeit und teilt seine Erfahrungen mit uns.

Was hat Dir an deinem Master-Studium an der EMS besonders gut gefallen?

An der EMS haben mir die meist sehr kleinen Kurse und umfangreichen Wahlmöglichkeiten besonders gut gefallen, da sie es mir erlaubten, mein Studium in die Richtung zu entwickeln, die mich am meisten interessiert. Viele Gruppenarbeiten und die familiäre Atmosphäre an der EMS machten es mir leicht, bereits während des Studiums mit Dozenten und Kommilitonen zu netzwerken und Freundschaften aufzubauen. Diese Kontakte sind inzwischen weit über den Globus verteilt und ermöglichen mir sehr vielseitige Einblicke in verschiedene Industrien und Bereiche.

Bitte stell uns euren Start-Up in fünf Sätzen vor.

Liefery ist ein Partner für lokale Retailer und E-Commerce Händler, die ihre Kunden noch am Tag des Einkaufs mit der gekauften Ware versorgen möchten. Ziel unseres Service ist es, dem Käufer die Lieferung als Bestandteil seines Shopping-Erlebnisses so einfach und bequem wie möglich zu gestalten und dabei maximale Transparenz und Planbarkeit zu bieten. Wir sind der Meinung, dass Kunden sich nicht nach ihrer Lieferung richten sollten, sondern die Lieferung bestmöglich an den Kunden angepasst werden und somit ein maximaler Komfort geschaffen werden muss. Lieferungen im Abendzeitfenster haben sich als besonders attraktiv herausgestellt, weil die Leute nach der Arbeit zu Hause sind und wir ihnen somit beispielsweise den Weg zum Postschalter am Wochenende ersparen können. Unsere modernen Strukturen und IT-Prozesse, unsere Flexibilität und Transparenz, sowohl für Unternehmen die mit uns zusammenarbeiten, als auch für den Endkunden, sind meiner Meinung nach wichtige Faktoren, durch die wir uns von den großen Logistikdienstleistern abheben können.

Was ist für Dich die größte Herausforderung im Job für ein Start-Up Unternehmen?

Auf jeden Fall stellt die Geschwindigkeit von Veränderungen in einem Start-Up für mich die größte Herausforderung dar. Man muss ein Gefühl dafür bekommen, wie lange man mit bestehenden Prozessen weiterarbeiten kann und wann Anpassungen notwendig sind. Dafür ist die Kommunikation unter den einzelnen Teammitgliedern sehr wichtig. Man arbeitet kontinuierlich an Lösungen, die allerdings oftmals nur für einen sehr begrenzten Zeitraum funktionieren, bis sie beispielsweise durch das schnelle Wachstum in einem Start-Up nach kurzer Zeit nicht mehr passen. Gerade wenn man intensiv an einem Konzept gearbeitet hat und davon natürlich auch überzeugt ist, darf man nicht vergessen, dass Lösungen eben oftmals nur kurzfristig sind. Das Wichtigste, das ich hierbei gelernt habe, ist mutig zu sein. Man muss mit Mut an Lösungen herangehen und bestehende Prozesse immer wieder hinterfragen.

Was macht das Arbeiten bei einem Start-Up so besonders?

Die Arbeit bei Liefery gestaltet sich sehr flexibel und man hat die Möglichkeit, Einblicke in ganz verschiedene Abteilungen zu bekommen. Es herrscht bei uns keine angespannte Stimmung, wodurch es möglich ist, auch mal mit der Geschäftsführung ganz frei über neue Ideen zu sprechen. Ich stieg 2015 bei Liefery als Werkstudent ein und bin bis heute dabeigeblieben.

Welche Aufgaben machen Dir bei Deiner Arbeit bei Liefery am meisten Spaß und warum?

Die freien Gestaltungsmöglichkeiten, die ich habe, sind für mich ein riesiger Vorteil in der Arbeit für ein Start-Up. Die Abteilungen sind oft nicht ganz klar getrennt, welches mir Einblicke in verschiedene Bereiche gewährleistet. Auch das Tagesgeschäft ist super spannend, da man wirklich jeden Tag überprüfen muss, dass alles nach Plan läuft, und man für jedes kooperierende Unternehmen einen individuellen Plan gestalten muss. Wenn etwas nicht funktioniert, muss man bereit sein, zu handeln und schnell eine Möglichkeit zu finden, die das Problem löst.

Welchen Tipp würdest Du unseren Studierenden mitgeben?

Eine bereichernde Fähigkeit, die man im Studium perfektionieren kann, ist effizientes Arbeiten. Für mich war es wichtig, mein Studium erfolgreich zu gestalten und dabei trotz Nebenjob auch Raum für Freizeit zu schaffen und sie zu genießen. Geht raus, trinkt ab und zu mal ein Bierchen oder meinetwegen auch eine Apfelsaftschorle mit Euren Kommilitonen, denn auch das ist eine Form des Netzwerkens. Auf Menschen zuzugehen und eine angenehme Atmosphäre in Unterhaltungen zu schaffen, bringt Euch sowohl beruflich als auch privat weiter. Rückblickend betrachtet hat man während des Studiums noch vergleichsweise viele und vor allem auch flexiblere Möglichkeiten seine Freizeit zu leben; es wäre doch schade, wenn man diese Gelegenheit liegen lässt, bevor es ins Berufsleben geht.

Was ist das Wichtigste, das Du während Deines Studiums gelernt hast?

Auf jeden Fall Flexibilität. Man kann nicht immer total strammen Konzepten folgen, und manchmal laufen Dinge nicht nach Plan. Allerdings muss man versuchen, immer das meiste daraus mitzunehmen und sich anzupassen.

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