Lake Tekapo

Lake Tekapo

Die Hälfte ist geschafft, nächste Woche sind Ferien, dass bedeutet die Hälfte des Semesters ist rum und ich kann mich ein bisschen mehr aufs Reisen konzentrieren.
Bisher habe ich die ersten 8 von 24 Prüfungen hinter mir und die neunte kommt nächste Woche. Man kann schon sagen, dass die Uni hier ein ganzes Stück intensiver ist als man es von deutschen Hochschulen kennt. Das bedeutet, dass man außerhalb der Vorlesungen viel mehr für die Uni machen muss, den auch wenn sich drei Tage Uni pro Woche nach viel Freizeit anhören, hat man ziemlich viel Arbeit an den freien Tagen. Denn Online-Tests, Hausarbeiten und Vorbereitungen für andere Prüfungen stehen an. Zusätzlich zu den Vorlesungen, in denen man eigentlich nur dasitzt und zuhört, gibt es Tutorials, in denen man das Gelernte anwendet und einige Übungen macht.
In der EMS ist das meiner Meinung nach besser geregelt, denn dort kombiniert man Übungen mit der Vorlesung und man hat so direkt die praktische Anwendung neben der Theorie.

Moeraki Boulders

Moeraki Boulders

Wenn man als Deutsche, ziemlich durchorganisierte Perfektionistin nach Neuseeland kommt, kann man durchaus einen Kulturschock bekommen. Denn während in Deutschland das Ziel einer Aufgabe direkt angestrebt wird, ist es in Neuseeland sehr wichtig, erst nach dem Wohlbefinden aller zu fragen und bloß keinen Stress zu machen. Wenn Neuseeländer eins nicht leiden können, dann ist es Stress.
In dem Fall bin ich wohl ziemlich typisch deutsch, aber es tut auch mal gut, immer zuerst an sich selbst zu denken. Denn wenn die Kiwis eins können, dann ist es das egoistisch sein. Hier geht man selbst immer vor, man denkt nicht drüber nach was die einen oder anderen über einen denken könnten – Nein man macht das was man machen will, egal was andere sagen.

Zum Essen in Neuseeland kann ich sagen, dass man hier eigentlich alles bekommt. Von einem supertollen Sterne-Essen bis hin zu versalzener Dosensuppe. Teilweise haben die Neuseeländer auch verrückte Kombinationen wie zum Beispiel ein Sandwich mit Spaghetti und Tomatensoße oder Kartoffelbreiauflauf mit Nudeln. Aber dann gibt es auch wieder sehr typische und sehr leckere Dinge wie Shepherd‘s pie (Hackfleisch überbacken mit Kartoffelbrei) und Pavlova (Baiser mit einer Crème und Beeren). Wenn man in Neuseeland ist, trifft man immer wieder auf Fisch, Lamm und Wild und das sollte man sich in Neuseeland nicht entgehen lassen, denn dafür sind die Kiwis sehr bekannt.

Queenstown

Queenstown

Da ich ja auf der Südinsel Neuseelands lebe, ist der Akzent der Kiwis teilweise immer noch für mich sehr anstrengend, denn auch wenn Neuseeland unter der britischen Krone steht, mit britischem Englisch hat neuseeländisch nichts mehr zu tun.
Hier wird grundsätzlich das „e‘‘ in einem kurzen Wort als „i‘‘ gesprochen also statt pen-pin, eggs-iggs und ten-tin. Genauso gibt es hier ziemlich verrückte Ausdrücke. Einer meiner Lieblinge ist “Sweet As” das bedeutet so viel wie “Klingt gut” oder “Einverstanden”.
In den Ferien geht es für mich auf die Nordinsel, bin mal gespannt welcher Akzent mich dort erwartet.Queenstown2

IMG_2744Zur Person: Madeleine Hüttner studiert an der European Management School in Mainz International Culture and Management. Sie absolviert ein Auslandssemester in Neuseeland und berichtet uns von ihren Eindrücken und Erfahrungen.

 

 

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