NZ

St. Kilda Beach in Dunedin

Nach 32 Stunden Anreise kam ich endlich in Dunedin, Neuseeland an und konnte direkt am Flughafen feststellen, dass die Menschen hier ganz anders ticken als in Deutschland. Sie sind wesentlich entspannter und man merkt, dass sich die Kultur der Kiwis (wie sich die Einwohner Neuseelands selbst nennen) erheblich von der deutschen unterscheidet. Hier in den kleineren Städten macht man keine Klassenunterschiede, hier spielt der Anwalt mit dem Straßenreiniger Golf, man achtet auch nicht wirklich darauf, wie andere rumlaufen sondern man behandelt alle Menschen gleich und man ist total stolz darauf ein Kiwi zu sein.

Die ersten Tage verbrachte ich, dank zehn Stunden Zeitunterschied, natürlich mit Jetlag. Allerdings habe ich hier eine Woche in der Familie meiner deutschen Nachbarin gewohnt und diese versuchte alles, um mich wach zu halten. Das war für mich der perfekte Start in Neuseeland, jemanden, auch wenn auch nur entfernt, zu kennen.

Nach knapp einer Woche Jetlag konnte ich dann in das Studentenwohnheim einziehen und hier habe ich bereits einige neue Bekanntschaften mit den unterschiedlichsten Kulturen gemacht. Ich wohne hier hauptsächlich mit Kiwis, aber eine Handvoll „Internationals“ wohnt auch hier, wobei ich die einzige Europäerin bin. Ich kann jedem der nach Neuseeland geht die Wohnheime sehr empfehlen, allerdings sollte man ein geselliger Mensch sein, denn mit so vielen Menschen in einem Haus zu wohnen ist nicht einfach. Man lernt jedoch sehr schnell etwas über die Gegend und fängt an Ausflüge mit den Einheimischen zu planen, was einem die Eingewöhnung sehr viel einfacher macht.

Die University of Otago ist eine sehr gut organisierte Universität und man merkt, dass es der Hochschule wichtig ist, sich um ihre internationalen Studenten zu kümmern. So gibt es drei Tage, in denen sich alle neuen Studenten anmelden können und eine Tasche voll Informationen mitbekommen, mehrere Campus Touren und eine Eröffnungsfeier mit traditionellen Tänzen, Gesang und Essen.

Die Stadt ist wunderschön und mit knapp 120 000 Einwohnern nicht gerade die größte, was es einem sehr einfach macht, sich zurecht zu finden. Man kann hier einiges sehen, der Stadtkern und die Universität sind im schottischen Stil erbaut und der Hafen sowie die Strände der Halbinsel dienen wunderbar der Entspannung.

Die Uni beginnt für mich am 7.7. und ich bin sehr gespannt auf meine „Paper“ (so werden hier die Kurse genannt).

Ich kann bisher wirklich jedem nur empfehlen, sich dieses wunderschöne Land anzuschauen, sei es durch ein Auslandssemester oder auch nur durch Urlaub. Es hat unglaublich viel zu bieten und es tut gut dieses typische deutsche, stressige Geschäftsleben hinter sich zu lassen und die Kultur und die Traditionen der Neuseeländer zu genießen.

IMG_2744Zur Person: Madeleine Hüttner studiert an der European Management School in Mainz International Culture and Management. Sie absolviert ein Auslandssemester in Neuseeland und berichtet uns von ihren Eindrücken und Erfahrungen.

 

 

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