Den ersten und wichtigsten Eindruck erhalten Arbeitgeber durch das Bewerbungsschreiben. Darum ist eine übersichtliche und aussagekräftige Bewerbung besonders wichtig. Doch wie genau wird das Interesse beim Personaler geweckt? Herr Axel Beckmann, langjähriger Recruiter bei The Bank of New York Mellon (BNY Mellon) erklärte den Studierenden der EMS Mainz, worauf beim Erstellen von Lebenslauf und Bewerbungsschreiben geachtet werden muss.

Quelle: HebiFot/pixabay.de

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Der Lebenslauf

Wie jedem bereits bekannt ist, stellt der Lebenslauf das Kernstück einer Bewerbung dar. Dennoch kann man einiges falsch machen. Mit Hilfe von ein paar wichtigen Grundregeln gelingt es jedem Bewerber einen beeindruckenden Lebenslauf zu schreiben. Mittels eines geschwärzten Lebenslaufs, zeigte Beckmann den Studierenden welche Punkte relevant sind. Persönliche Kontaktdaten, wie Postanschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse, müssen immer im Lebenslauf angegeben werden. Auch wenn diese schon auf dem Deckblatt der Bewerbung notiert wurden, hilft es Personalern trotzdem etwas Zeit und Suchaufwand zu sparen. Im Allgemeinen sollte der Lebenslauf chronologisch aufgebaut sein. Zeitangaben, beziehungsweise die Monate, die beschreiben in welchen der Bewerber was gemacht hat, müssen genau aufgelistet werden. „Die Chronologie ist besonders wichtig, vor allem in dem Abschnitt der Angaben zur (Schul-) Ausbildung. Recruiter achten auf Lücken im Lebenslauf. Deshalb spielt die Vollständigkeit eine große Rolle“, so Beckmann. Bezüglich der Angaben zum Thema „Hobbys und Interessen“ erwähnte Beckmann, dass bei dieser Rubrik Wert auf Sportarten gelegt wird. „Hat der Bewerber die Position des Trainers einer Sportmannschaft eingenommen, bedeutet es, dass der Bewerber bereits Verantwortung übernommen hat. Mannschaftssportarten zeigen, dass man ein Teamplayer ist“, laut Beckmann. Zudem erwähnte er, dass Bewerber auf eine einheitliche Schriftart und Schriftgröße achten sollten. Als Tipp gab er den Studierenden mit: „Falls Sie sich bei einer kreativen Branche – beispielsweise im Marketing oder bei einer Multimedia-Agentur – bewerben sollten, dürfen Sie den Lebenslauf gerne etwas kreativer gestalten. Sie können zum Beispiel bei den praktischen Erfahrungen das Logo von den Firmen einfügen, in denen Sie einst tätig waren.“ Außerdem sollte immer der Kenntnisstand der gesprochenen Fremdsprachen angegeben werden, denn nicht selten kommt es vor, dass das Bewerbungsgespräch plötzlich in einer anderen Sprache fortgeführt wird. Zusätzlich betonte Beckmann, dass Personaler in der Regel weniger als 15 Minuten Zeit haben sich den Lebenslauf genau anzuschauen und durchzulesen, weshalb die Übersichtlichkeit von erheblicher Bedeutung ist.

Wichtige Tipps für das Vorstellungsgespräch

Abschließend zu seinem Vortrag wies Beckmann darauf hin, dass vor dem Vorstellungsgespräch keine Zigarette geraucht werden soll. Einen Döner davor zu verdrücken, sei auch keine so gute Idee. Handys haben beim Bewerbungsgespräch nichts verloren – entweder ausschalten oder ganz zu Hause lassen!

Wir danken Herrn Beckmann sehr herzlich für seinen interessanten Vortrag an der EMS.

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