Das Privatleben mit Freunden im Netz teilen, Nachrichten austauschen und Fotos hochladen, ist mittlerweile einer der einfachsten und schnellsten Kommunikationswege geworden. Doch wie gefährlich sind Profile in sozialen Netzwerken insbesondere für Bewerber? Wir erklären Ihnen, worauf Jobsuchende auf ihren Profilseiten achten sollten.

Quelle: FirmBee / pixabay.com

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Den ersten, und auch wichtigsten Eindruck erhalten Arbeitgeber gewöhnlich durch das Motivationsschreiben und den Lebenslauf eines Bewerbers. Für die Auswahl ihrer Bewerber jedoch, versuchen Arbeitgeber mehr Informationen über diese heraufinden. Um sich ein besseres Bild über die Person hinter der Bewerbung machen zu können, schauen sich Personalchefs immer häufiger auf den Profilen sozialer Netzwerke um.

Facebook-Profil-Fehler

Selbstverständlich ist damit zu rechnen, dass Personaler sich vor einem Bewerbungsgespräch nicht nur die Bewerbungsmappen gründlich durchlesen, sondern auch im Netz nach dem jeweiligen Bewerber suchen. Das Aktivsein in den sozialen Medien verrät nämlich oftmals mehr über die Persönlichkeit einer Person, als der Lebenslauf es tut. Wird einmal der Name des Bewerbers bei Google eingegeben, so erscheint der Link zu dessen Facebook-Profilseite meist an erster Stelle.

Häufig gemachte „Facebook-Profil-Fehler“ können Bewerber von der Einladung zum Bewerbungsgespräch abhalten oder gar um ihren Job bringen. Letztendlich sind die Gründe, weshalb Arbeitgeber neue potenzielle Mitarbeiter ablehnen unterschiedlich. Allerdings können provokante und anzügliche Hinweise in den Profilen dazu führen, dass Bewerber diese Arbeitsstelle riskieren.

Im vergangenen Jahr hat die internationale online Stellenbörse CareerBuilder bei einer Umfrage festmachen können, dass immer mehr Arbeitgeber soziale Netzwerke nutzen, um zusätzliche Informationen über potentielle Kandidaten herauszufinden. Das Ergebnis zeigte, dass 51 Prozent der Personaler soziale Medien in Anspruch genommen haben und dabei Inhalte gefunden wurden, die dazu führten, Kandidaten nicht einzustellen. Das Veröffentlichen von unangemessenen und provokativen Fotos oder Informationen im Netz ist einer der Hauptgründe, weshalb 46 Prozent der Personaler angegeben haben, dem Bewerber eine Absage zu erteilen. Die Aufmerksamkeit liegt dabei auf übermäßigem Alkohol- und Drogenkonsum. 41 Prozent der Befragten gaben an, dass Bewerber öfters Inhalte posteten, in denen sie beim Feiern abgelichtet wurden, was die meisten Arbeitgeber als „nicht akzeptabel“ beurteilten. Für weitere 32 Prozent waren mangelhafte Kommunikationsfähigkeiten ein ausschlaggebendes Kriterium. Öffentlich gepostete Kommentare und Beiträge werden von Personalern gelesen, um sich an erster Stelle eine Vorstellung über die Ausdrucksfähigkeit und Rechtschreibung des Bewerbers machen zu können. Verachtungsvolle Äußerungen über den ehemaligen Arbeitgeber oder damalige Kollegen oder ein unprofessioneller Nutzername, sind etwas weniger bekannte Gründe, wodurch Bewerber jedoch negativ auffallen.

Dennoch können Facebook-Nutzer bei ihrer Jobsuche zuversichtlich sein. Denn für Arbeitgeber gibt es auch verschiedene Kriterien, die für einen potentiellen Kandidaten sprechen. Ein professionelles Profilfoto, vielseitige Interessen und gute Ausdrucksfähigkeiten können das Profil des Bewerbers positiv zum Vorschein bringen.      

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