Hier im Blog des „Mainzer Manager“ sind bereits diverse sehr schöne und interessante Berichte zu absolvierten Auslandsemestern zu lesen. EMS-Partnerhochschulen auf der ganzen Welt werden präsentiert. Aufgrund vieler Anfragen von Interessenten, Bewerbern und auch Studierenden ist es mir nun ein Anliegen, in einem groben Überblick grundsätzlich einmal darzustellen, wie das Auslandssemester an der EMS organisiert ist, welche Länder und Hochschulen zur Auswahl stehen, wie das Vergabeverfahren der verfügbaren Plätze abläuft und nach welchen Gesichtspunkte eine Wunschhochschule ausgewählt werden kann.

Quelle: stokpic/ pixabay.com

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Über 100 Partnerhochschulen weltweit

Die EMS hat zusammen mit der CBS – Cologne Business School inzwischen einen Pool von über 100 Partnerhochschulen weltweit. Hinter dieser Zahl verbirgt sich ein jahrzehntelanger Aufbau von Kontakten, Networking und vertraglicher Übereinkünften. Durch die Kolleginnen und Kollegen des International Office der EMS und der CBS wird sichergestellt, dass ein hochwertiges akademisches Programm an der ausländischen Partnerhochschule angeboten wird, dass Prozesse und Ansprechpartner an den Partnerhochschulen bekannt sind und dass das gesamte Auslandsstudium reibungslos ablaufen kann. Die Plätze an den Partnerhochschulen stehen den Studierenden der EMS und der CBS gleichermaßen zur Verfügung, es gibt also diesbezüglich keine Beschränkungen.

Für wen kommt das Auslandsstudium in Frage?

Die englischsprachigen Bachelor-Studiengänge der EMS – das sind „International Business“, „Intercultural Management“, „Business Psychology“ und „International Tourism Management“ – haben ein Pflicht-Auslandssemester. Studierende dieser Programme verbringen ihr 5. Studiensemester an einer ausländischen Partnerhochschule. Bachelor-Studierende des deutschsprachigen Programms „General Management“ haben kein Pflicht-Auslandssemester, sie können jedoch ein freiwilliges Auslandssemester absolvieren, dieses findet dann im 4. Semester statt. Masterstudierende können in einem freiwilligen Auslandssemester in ihrem vierten (und damit letzten) Semester für ihre Masterthesis an einer ausländischen Hochschule forschen, weitere Kurse besuchen, und z.B. an der UC Irvine zusätzlich sogenannte Advanced Certificate Programs absolvieren, so dass noch eine Zusatzqualifikation hinzukommen kann.

Bevorzugte Regionen und Geheimtipps

Die von den EMS-Studierenden bevorzugten Regionen und Hochschulen ändern sich durchaus im Zeitablauf von einem Studienjahrgang zum nächsten. Allerdings gibt es einige Länder, die sich regemäßig einer besonderen Beliebtheit erfreuen. Dazu gehören vor allem die englischsprachigen Länder wie die USA, Kanada, UK, Irland oder Australien. Für Partnerhochschulen in diesen Ländern gibt es immer recht viele Interessenten. Auch Lateinamerika, mit Ländern wie Chile, Peru, Argentinien oder Mexiko, ist immer sehr beliebt, ebenso wie auch die europäischen Zielländer, in denen die Studierenden mit einem so genannten Erasmus+ Stipendium gefördert werden können. Hierzu zählen Dänemark, Frankreich, Spanien oder die Niederlande. Studierende mit einem Studienschwerpunkt im südost-asiatischen Bereich wählen gern Länder wie Thailand, Korea oder Singapur als Zielregion aus. Als „Geheimtipps“ gelten bspw. Taiwan, mit sehr guten englischsprachigen Studiengängen, v.a. an der National Chengchi University in Taipei, die Queen´s University mit einer der führenden Business Schools in Kanada, Chile, mit sehr guten Tourism-Programmen in Valparaiso an der Universidad Viña del Mar oder auch die INSEEC Bordeaux in Frankreich, wo man in einer schönen Wein-Region ein hochwertiges Wirtschaftsstudium absolviert.

Wie erfolgt die Verteilung der Partnerhochschul-Plätze?

In den ersten Semestern erhalten die EMS-Studierenden diverse Informationsveranstaltungen zum Auslandsstudium im Allgemeinen und zu speziell ausgewählten Regionen oder Partnerhochschulen. Ebenso stehen Berater des International Office für individuelle Fragen zur Verfügung. In jedem Verteil-Durchgang stehen immer wesentlich mehr Auslands-Studienplätze zur Verfügung, als rechnerisch erforderlich wären. Allerdings ist die Anzahl der Plätze pro Partnerhochschule (bspw. auf zwei oder vier) limitiert, sodass bei verstärkter Nachfrage eine Auswahl getroffen werden muss. Das hierzu erforderliche Wahl- und Verteilverfahren findet bei den englischsprachigen BA-Studiengängen im dritten Semester statt, wobei die Verteilung der Plätze im Wesentlichen nach den erbrachten Prüfungsleistungen in den ersten beiden Semestern erfolgt. Ein erstes wichtiges Kriterium ist, dass eine Mindestanzahl an ECTS im ersten Studienjahr erreicht wurde. Sollte das im Ausnahmefall nicht so sein, gibt es die Möglichkeit, das Auslandsemester im 7. Semester nachzuholen. Im Rahmen des Vergabe-Verfahrens können die Studierenden Wunsch-Hochschulen aus verschiedenen Kategorien (bspw. „englischsprachiges Ausland“) angeben. 80 Prozent der Studierenden bekommen erfahrungsgemäß im Rahmen dieses über Jahre bewährten und verfeinerten Verfahrens ihre präferierten Plätze.

Nach welchen Kriterien sollten die Wunsch-Ziele gewählt werden?

Die Frage nach der individuell am besten passenden Wunsch-Hochschule ist sehr komplex, und sie bedarf einer eingehenden Auseinandersetzung mit den verschiedenen zur Verfügung stehenden Optionen. Wie oben gesagt, gibt es hierzu hochschulseitig ein großes Informations- und Beratungsangebot. Wichtig bei diesen Überlegungen sind zunächst einmal die eigene Sprachkompetenz sowie die Schwerpunktsetzungen im Studium. So gibt es einige Partnerhochschulen, die eine besondere Expertise bspw. im Consulting oder im Tourismus-Bereich aufweisen. Auch die Affinität zu bestimmten Ländern, Regionen oder Kulturen spielt eine Rolle, die dortige Infrastruktur oder auch die Größe der Zielstadt, verbunden mit der Frage nach den anfallenden Reise- oder Lebenshaltungskosten. Ein wesentlicher Aspekt, der bei der Auswahl häufig unterschätzt wird, ist die mögliche Einschätzung eines potenziellen späteren Arbeitgebers. Die Frage, warum man sich für ein spezielles Ziel im Ausland entschieden hat, wird in Vorstellungsgesprächen gern gestellt. Kann man hier eine eher ungewöhnliche Wahl vorweisen (siehe „Geheimtipps“ oben), signalisiert man dem potenziellen Arbeitgeber Flexibilität und Offenheit, und man kann im Gespräch auf zusätzliche Erfahrungen hinweisen, sich auf nicht ganz so gut durchorganisierte Rahmenbedingungen im Zielland eingelassen und diese gemeistert zu haben. Eine eher exotische Destination kann auch mit speziell an der Wahl-Universität angebotenen Lehrveranstaltungen begründet werden. Auch mit einer solchen inhaltlich geprägten Darlegung kann man in einem späteren Vorstellungsgespräch „punkten“.

Zur Person:
Hr. WestenbaumProf. Dr. Alexander Westenbaum ist Standortleiter der European Management School (EMS) und Professor für Unternehmensführung und Personalmanagement. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann hat er an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen studiert und promoviert und daran anschließend verschiedene Positionen in der Praxis durchlaufen, vornehmlich im Hochschulmanagement. Herr Prof. Dr. Westenbaum schreibt über aktuelle Trends und Entwicklungen im Management- und speziell im Bildungsbereich.

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