Quelle: PIRO4D/pixabay.com

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Ein Auslandsaufenthalt während des Studiums ist heutzutage keine Seltenheit mehr und erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, da es für das Sammeln von internationaler Erfahrung und Praxis steht. Um Studenten bei einem Auslandsaufenthalt zu unterstützen, hat die Europäische Union das Erasmus-Programm ins Leben gerufen.

Doch welche Möglichkeiten ergeben sich aus dem Erasmus Programm und was für Vorteile gibt es?

Das Erasmus Programm ermöglicht es Studenten innerhalb von Europa einen
Teil ihres Studiums im Ausland zu absolvieren und sich dabei die Studienleistungen anrechnen zu lassen. Gewährleistet wird dies durch die einheitliche Bewertung der Studienleistungen innerhalb Europas mit ECTS (European Credit Transfer System) Punkten.

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Infobox ECTS Punkte (Credit Points)
ECTS Punkte (oder Credit Points) gibt es seit der sogenannten Bologna Reform. Dieses einheitliche Punktesystem erleichtert es, Studienleistungen europaweit zu vergleichen und den entsprechenden Arbeitsaufwand (Work Load) in Arbeitsstunden auszudrücken. Demnach beträgt ein ECTS Credit Point einen Arbeitsaufwand von 25 bis 30 Stunden. Hierbei sind die Vorlesungszeiten sowie die Vor- und Nachbereitung mit eingebunden.
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Auch außerhalb Europas werden inzwischen Credit Points, also Leistungspunkte, benutzt, um den Studienaufwand zu messen. Diese sind zwar nicht an die genauen Bestimmungen des European Credit Transfer Systems angepasst, aber sie sind ihnen ähnlich. Falls man allerdings außerhalb Europas sein Auslandssemester absolvieren möchte, muss bei jedem Kurs und jeder Hochschule individuell geprüft werden, ob die Kurse anrechenbar sind und die Credit Points den Anforderungen der Heimat-Uni entsprechen.

Deshalb ist das Erasmus Programm für europäische Studenten mit erheblich weniger Arbeits- und Organisationsaufwand verbunden, wenn es darum geht, seine Kurse und die Inhalte des Semesters auszusuchen, da diese alle in ECTS Punkten erfasst werden.

Finanzielle Unterstützung

Ein weiterer Vorteil für Erasmus Studenten ist die finanzielle Förderung, die sie während ihres Auslandsaufenthalts erhalten: Studenten können entsprechend des Landes, das sie besuchen, eine monatliche Summe von bis zu 350€ erhalten, die sie nicht zurückzahlen müssen. Dies können sie auch mit Auslands-Bafög kombinieren, falls sie welches bekommen. Um sich für eine Förderung an einer Erasmus Hochschule im Ausland zu bewerben, muss man das erste Studienjahr abgeschlossen haben.

Zusätzlich müssen an der Partner-Universität keine Studiengebühren gezahlt werden, was einen attraktiven Vorteil gegenüber Nicht-Erasmus Hochschulen darstellt.

So bietet das Erasmus Programm eine ideale Option für alle Studenten, die einen zu hohen finanziellen oder organisatorischen Aufwand scheuen, aber dennoch Fernweh haben!

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