Ein italienisches Start-up hat eine App entwickelt, die den Spieltrieb nutzt, um Nutzer zu ressourcenschonendem und zeitgemäßem Konsum zu motivieren.
greenapes logo
Wer den Vorsatz fasst, sich im Alltag umweltverträglich zu verhalten, betritt einen Dschungel von Möglichkeiten, in dem man sich alleine manchmal nur schwer orientieren kann. „You are not alone in the jungle – Du bist nicht allein im Dschungel!“ lautet deshalb der Slogan von GreenApes . Mithilfe der App werden die Nutzer für ihre nachhaltigen Konsumentscheidungen oder Alltagsaktionen mit virtuellen Kokosnüssen belohnt und können auch Ideen mit anderen Mitspielern austauschen. Mit jeder realen grünen Aktion oder Kaufentscheidung, sei es eine Fahrradfahrt zum Bäcker oder der Erwerb von Bio-Bananen, wächst das virtuelle Kokosnusskonto, was den Wettbewerb zwischen den Nutzern anheizen soll (https://www.youtube.com).

Gamification im Dschungel

Denn wer sich in der GreenApes-Community vernetzt, kann sich auch von den Aktionen anderer inspirieren lassen und sie analog zum facebookschen „liken“ beklatschen. Je beliebter ein Nutzer bzw. seine Aktionen, desto besser steht er im GreenApes-Dschungel da. Die Macher der App gehen die gute Sache dabei ziemlich unverkrampft an und auch das Promovideo macht schnell klar, dass bei GreenApes der Spaß am umweltbewussten Lebensstil im Vordergrund stehen soll. (https://www.youtube.com). Die App kann auch als Produkt des Gamification-Trends gesehen werden, der immer weitere Kreise zieht und den sich auch immer Mehr Unternehmen zunutze machen (http://www.welt.de). Menschen (und Affen) spielen eben gerne und haben Freude daran, sich zu messen. Warum also sollte man das Kurzweilige nicht mit der längerfristig angelegten Rettung des Planeten verbinden?

GreenApes punktet auch bei Firmen

Das Konzept der App scheint auch bei Unternehmen gut anzukommen, die ihre Mitarbeiter zu umweltbewussterem Verhalten verleiten wollen. Bereits im vergangenen Jahr konnte das 2011 gegründete Start-up einen Vertrag mit einer größeren Bank in Italien abschließen. Mit weiteren namenhaften Firmen sei man im Gespräch, verriet Gregory Eve, Chief Product and Creativity Officer bei GreenApes, dem Autor. Stellt sich zum Schluss nur die Frage, ob GreenApes dem Planeten wirklich hilft oder ob es nur eine weitere Datensammelmaschine ist, die ihr Geld mit den Nutzerdaten verdient. Auf diese Frage entgegnet Eve, dass es natürlich schwierig zu messen sei, welche tatsächlichen Auswirkungen die App auf die Linderung der Umweltprobleme hat. Aber jede umweltfreundliche Handlung sei besser als eine, die die Umwelt weiter belastet. Außerdem gehe es bei GreenApes auch viel mehr um die Schaffung eines Bewusstseins für die Möglichkeiten eines umweltbewussten Lebensstils und den Austausch von Ideen. In Bezug auf den Datenschutz weist er darauf hin, dass sein Unternehmen zwar kommerziell ausgerichtet sei, das Geschäftsmodell aber auf Lizenzen setzt und auf maßgeschneiderte Lösungen für Firmen, Städte und Gemeinden. Für Privatnutzer ist GreenApes bis jetzt kostenlose nur für iOS erhältlich, an einer Android-Version wird aber bereits gearbeitet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*